Archiv für die Kategorie ‘Kollegen’

Rentenerhöhung zum 1. Juli 2007

25. April 2007

Das Bundeskabinett hat einer Rentenerhöhung zum 1. Juli 2007 zugestimmt, wie z.B. Die Zeit berichtet. Ab dem 1. Juli 2007 steigt der sogenannte „aktuelle Rentenwert“ von 26,13 Euro (West) bzw. 22,97 Euro (Ost) auf 26,27 Euro (West) bzw. 23,09 Euro (Ost).

Dieser aktuelle Rentenwert ist notwendig um die Rente zu berechnen. Die Renten erhöhen sich somit um 0,54 Prozent, nachdem es in den letzten Jahren keine Erhöhung gegeben hat. Bei einer Bruttorente von 1.000 Euro bedeutet dies eine Erhöhung um 5,40 Euro.

Eigentlich hätte es in den letzten Jahren sogar zu Rentenkürzungen kommen müssen, aber aufgrund einer Schutzklausel blieb es bei den bisherigen Bruttohöhen für die Rente.

Dennoch kritisieren Sozialverbände die jetzt stattfindende Rentenerhöhung, da diese auflaufende Mehrkosten (höhere Beiträge zur Krankenversicherung, höhere Mehrwertsteuer, Inflation usw.) nicht ausgleichen würden. Wobei man hier anmerken muß, dass diese Mehrkosten nicht nur Rentner treffen… und besser eine kleine Erhöhung als gar keine.

Rentner müssen jetzt eigentlich nichts mehr tun, die Rentenanpassung (so der Fachbegriff hierfür) wird eigentlich automatisch von der Deutschen Rentenversicherung durchgeführt. Die Computer greifen einen Großteil der Fälle auf und berechnen die neuen Rentenhöhen für Millionen von Versicherten.

Es gibt jedoch immer wieder Fälle, wo der Automatismus nicht greift. Dies kann unterschiedliche Gründe haben, so sind hier z.B. Renten zu nennen, die (zum Teil) gepfändet wurden. Durch eine Rentenanpassung ergibt sich ggf. auch eine Änderung der zu pfändenden Rente.

So dürfen bzw. müssen die Kollegen bei den Rentenversicherungsträgern diese Fälle manuell aufgreifen. Auch wenn prozentual gesehen das die deutliche Minderheit ist, sind das in absoluten Zahlen schon sehr viele, so dass dies nach und nach erst aufgegriffen wird, so dass es dazu kommen kann, dass die Rentenanpassung bei der persönlichen Rente nicht sofort durchgeführt wird.
Daher wird eine Rentenanpassung seitens der Rentenversicherung schon vorher in Angriff genommen, damit alle Vorbereitungen (so müssen z.B. auch oft noch Nachfragen z.B. bei Arbeitgebern gehalten werden) abgeschlossen werden können. Klappt dies nicht bis zum 1. Juli 2007 gibt es nachträglich eine Anpassung inklusive ggf. einer Nachzahlung.

Glosse – Gedanken eines Gruppenleiters aus der Rentenversicherung

31. Januar 2006

Nachfolgend findet sich eine Glosse, welche in der Ausgabe 2004 des ver.di-Magazins ver.di vor Ort abgedruckt war.

Der Inhalt ist (c) by ver.di und darf mit freundlicher Genehmigung durch ver.di hier abgedruckt werden.

Gedanken eines Gruppenleiters – RV -

6.30 Uhr
Rentenbüro. Früh am Morgen. Richtig früh. Jetzt oder nie. Jetzt mach’ ich diesen Fall fertig. Der ist nämlich undurchsichtig. Da muss ich mich in die Akte einlesen. Also jetzt. Jetzt ist es noch ruhig. Später geht ständig das Telefon. Dann macht’s keinen Sinn mehr. Oder besser erst heute Nachmittag? Wenn der Run vorbei ist?

Stopp, hinhören! Der Abschnittsleiter verkündigt die gestrigen Besprechnungsergebnisse. Aha: Laufzeit! Altersrenten sofort, mit allen Mitteln, mit oberster Priorität erledigen. Na gut. Also unsere Arbeit passend umverteilen – halt der neuen Gewichtung entsprechend.
Gut, dass wenigstens mein Dritter zurück ist. Hat zwar immer noch ‘ne Schniefnase, kann mir aber helfen die ganzen Altersrenten
rauszusuchen. – Alles neu sortiert. Fristen durchgeguckt.
Mal schauen, in welchen Fällen ich am Telefon oder per Fax was erreichen kann. Hier fehlt das Arbeitsamt. Also faxen. Telefonieren macht keinen Sinn, hab’ ich gestern in einem anderen Fall versucht. Nur Warteschleife.
So, Vordruck fertig – hin zum Fax. Einmal halb durch den Flügel. Soll ja fit halten. Die 3 Minuten Aufwand.
Pro Fax. So – wieder da. Nächster Fall. Wieder faxen…

8.37 Uhr
Altfallliste. Vom Büroleiter. Fünf Fälle drauf. Soll ich sofort nachschauen. Nun denn… Alles medizinische. Gutachten kommen nicht. Nicht unsere Schuld. Also hin zum Büroleiter und erklären…

9.20 Uhr
Was denn jetzt? Sonderlauf? Wie – zwingend bis zum 04.03. zu erledigen? Heute ist der 20.02.! Das sind ja nur 9 Arbeitstage. Und teilweise muss ich da noch Rückfragen halten!

9.40 Uhr
So, Fälle gezogen. Sind jetzt bestimmt wichtiger als die Altersrenten …

10.00 Uhr
FBB-Besprechung. Thema: Unsere „liebsten“ Fehler. Hat alle die Prüfgruppe gefunden.
Also sollen wir noch mal drüber reden. Damit wir es verstehen und nie wieder tun. Komisch – waren ja ‘ne Menge Fehler. Hätt’ ich nicht gedacht. Und dann werden die Prüfgruppen abgeschafft!
Fällt denn dann noch auf, dass sich bei uns Fehler einschleichen? Kann doch immer mal passieren, ist schließlich ‘ne komplizierte
Materie …

11.00 Uhr
Wieder zurück am Platz. Muss’ meinen Dritten vom Telefon erlösen. Hat wohl mal wieder ohne Unterbrechung
geklingelt …

12.20 Uhr
Bloß gut, dass gleich Pause ist. Nicht ‘mal ein Kaffee war heute drin. Oder mach’ ich die Pause durch? Schließlich muss ich heute schon um 16.00 Uhr gehen. Ist vielleicht besser. Sonst stimmt unsere Statistik zum Monatsende nicht. Gibt dann nur Ärger. Da sieht ja keiner, dass ich schon wieder auf 70 Stunden plus bin. Und dass mein 2. im Urlaub war. Und dass der 3. krank war. Und
dass keiner vertreten konnte, weil’s im restlichen Büro nicht viel besser aussah …

Nur manchmal – wenn ich nach Hause gehe – dann höre ich eine Stimme in mir. Worte, wie aus einer längst vergangenen
Zeit:

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg.“
„Unsere Führungskräfte … handeln im Bewusstsein der Verantwortung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“
„Ein optimaler Informationsfluss und eine wirksame Kooperation finden zwischen allen Ebenen und Fachbereichen statt.“
„Führungskräfte sorgen für eine ausgeglichene Arbeitsverteilung und berücksichtigen hierbei den Wissensstand und das Leistungsvermögen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Lieber Kollege! Die Sätze kenn’ ich auch! Die stehen in einer Publikation der Knappschaft.

Die nennt sich „Leitbild und Grundsätze für Führung und Zusammenarbeit“.
Haben wir alle mal bekommen. Haben einige gelesen. Setzen manche um. Haben viele ganz unten im Schreibtisch und längst vergessen …

41 Stunden/Woche

27. Januar 2006

Ab 1. März 2006 soll es wohl so weit sein:

Die gesetzlich verordnete Erhöhung der Arbeitszeit auf 41 Stunden pro Woche für Bundesbeamte tritt in Kraft. Wie meinte ein Kollege noch dazu?

„Wenn ich wirklich nur 41 Stunden in der Woche arbeiten würde, wäre ich froh!“

Angesichts der derzeitigen Mehrbelastungen wäre es wirklich ein frommer Wunsch zu glauben, dass man nur 41 Stunden pro Woche arbeiten müßte.

Durch diese einseitige Änderung geht die Schere zwischen den Angestellten und den Beamten weiter auseinander. Früher war das mal gleich (jeweils 38,5 Stunden), dann erhöhte die Bundesregierung nur für die Beamten auf 40 Stunden und zog erst mit dem neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) mit 39 Stunden etwas nach.

Natürlich werden jetzt wieder viele Leute sich denken „Richtig so, die Beamten machen eh nicht genug!“ und auch der eine oder andere Angestellte des öffentlichen Dienstes freut sich jetzt. Doch ich denke die Erfahrung (erst die Beamten von 38,5 auf 40, dann die Angestellten von 38,5 auf 39) zeigt es, dass Verschlechterungen bei den Beamten auch auf die Angestellten übertragen werden.

Bundesrechnungshof verlangt Verkauf

10. Januar 2006

Knappschaft will ihr Haus verkaufen
Aachen. Nach ziemlich genau 55 Jahren wird die Aachener Knappschaft ihre angestammte Unterkunft an der Monheimsallee verlassen und für die rund 100 Mitarbeiter ein neues Dach über dem Kopf suchen müssen.
Der Bundesrechnungshof ist verantwortlich für den Standortwechsel – er hält weiteres Ausharren in der denkmalgeschützten Immobilie aus wirtschaftlichen Gründen für nicht angezeigt. Mit anderen Worten: Den Kontrolleuren ist das Gebäude zu teuer geworden. [...] Wichtige Botschaft für Beschäftigte wie Versicherte: Die Geschäftsstelle Aachen der Knappschaft bleibt auf jeden Fall bestehen, wenn auch an anderer Stelle. Sporn: «Wir bleiben in der Stadt», die Suche nach einer geeigneten Unterkunft sei im Gange. Wobei darauf zu achten sei, dass Anfahren und Parken auch in Zukunft kein Problem sei.
Aachener Nachrichten online – Aachener Nachrichten (Stadt)

Nun, mit dem Bundesrechnungshof ist nicht zu spaßen… und insgeheim(?) wäre es dem BRH wohl am liebsten, wenn alle Mitarbeiter auf einem Flecken organisiert für ganz Deutschland die Sachen bearbeiten. Warum auch Kundennähe durch lokale Dienststellen anbieten?

Wie flexibel wir doch sind…

9. Januar 2006

Fragt man nach besonderen Eigenschaften von Behörden kommen eigentlich immer nur ganz bestimmte Attribute ans Tageslicht. Nicht die positiven übrigens.

Doch wir sind anscheinend flexibler als man denkt. Jedenfalls im Vergleich zu manchen „Unternehmen“ aus der privaten Wirtschaft. Hierzu die kurze Geschichte eines Kollegens von mir:

Der Kollege ist Anhänger eines gewissen Fußballvereins und hat dort eine Dauerkarte und kann sich somit bei Wind und Wetter jedes Spiel im dortigen Stadion in der Arena ansehen. Aus irgendeinem Grund mußte er jetzt die beim Verein hinterlegte Bankverbindung ändern und bat seine Frau (gleicher Nachname) das zu erledigen, da diese sowieso gerade in der Nähe der Geschäftsstelle des Vereins war.

Zur Sicherheit schrieb der Kollege ihr auch noch eine Vollmacht auf einem einfachen leeren Blatt Papier, in der er seiner Frau die Vollmacht erteilte in seinem Namen die Bankverbindung zu ändern. Außerdem gab er ihr seinen Personalausweis mit, so dass man einfach die Unterschriften vergleichen konnte. Doch als seine Frau den Änderungswunsch vortrug und gar nicht erst das Wort Vollmacht aussprechen konnte, wurde sie mit einem

„Das können nur die Kartenbesitzer selber!“

unterbrochen.

Diese wandte ein, dass sie eine Vollmacht und den Personalausweis Ihres Mannes hätte und zeigte beides – doch das wurde ebenso unwirsch abgeschmettert:

„Das könnte ja jeder machen, auf so ‘nem einfachen Stück Papier! Das zählt nicht!“

Seit wann gibt es besondere Vorgaben für das Papier, auf dem Vollmachten ausgestellt werden? Reicht Schmuckkarton aus dem Schreibwarenfachhandel oder muss es handgeschöpftes Büttenpapier sein?

Da sieht man wie flexibel manche Behörden sind – bei uns kann man Anträge auch auf Postkarten oder Post It-Notizen stellen. Hauptsache es kommt an und die wichtigen Daten stehen drauf!

Man sieht sich wohl nicht mehr beim Bäcker…

6. Januar 2006

Nach Informationen des Tagesspiegels (Donnerstagausgabe) aus Regierungskreisen übernimmt Ulrich Roppel, bisher Direktor der Bundesknappschaft, am kommenden Montag die Leitung der Abteilung im Kanzleramt, die auch für Umweltfragen zuständig ist.

Presseportal: Der Tagesspiegel: Offene Personalien im Kanzleramt behindern Planung des Energiegipfels

… zwar weiß ich gar nicht, ob mich Direktor Ulrich Roppel jemals gekannt hat – aber vielleicht hat er mich als jemand „aus dem selben Hause“ erkannt. Bisher haben wir nämlich – und das auch fast immer zu den gleichen Zeiten – bei einem bekannten Bochumer Bäcker die Brötchen geholt.

Aber das scheint ja jetzt wegzufallen, denn ich werde weiterhin meine Brötchen in Bochum holen, während er wohl demnächst als Abteilungsleiter im Kanzleramt Schrippen aus Berlin bekommt.

Glückwunsch zum Aufstieg auf der Karriereleiter!

Widerspruchsfrist nutzen!

2. Januar 2006

Heute habe ich durch eine Kollegin von einem „interessanten“ Fall gehört:

Es geht zwar nicht um eine Angelegenheit der gesetzlichen Deutschen Rentenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) VI, sondern um einen Fall einer gesetzlichen Krankenkasse (einer allgemeinen, vor Ort ansässigen Krankenkasse um genau zu sein…) nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) V.

Diese Angelegenheit der Krankenversicherung ist jedoch thematisch sehr nahe an der Rentenversicherung.

Worum geht es?
Ein Versicherter der Krankenkasse benötigte aufgrund eines chronischen Knieleidens unterstützende Beinschienen. Diese hat er bei seiner zuständigen Krankenkasse beantragt. Doch der ihn untersuchende Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) lehnte die Bewilligung dieser ca. 2000 Euro teuren Schienen ab, da sie nur bei Kreuzbandrissen verwendet werden.

Wenn man eine solche Ablehnung bekommt, dann hat man grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Der Versicherte hat die meiner Meinung nach falsche Option gewählt:

Er akzeptierte den ablehnenden Bescheid, besorgte sich einige Zeit später darauf privat und gebraucht auf eigene Kosten (ca. 1000 Euro) solche Schienen. Danach ging er dann an die Presse und beschwerte sich über seine Krankenkasse.

Der Sprecher der Krankenkasse konnte dann der besorgten Presse auch nur noch mitteilen, dass die Krankenkasse an das Gutachten des MDK gebunden ist und auf Grundlage dessen entschieden hat. Hätte der Versicherte Widerspruch eingelegt, hätte die Krankenkasse die Meinung eines anderen Orthopäden eingeholt.

Was lernt man daraus?
Wenn man einen Ablehnungsbescheid der Sozialversicherung erhält und der Meinung ist, dass dies nicht korrekt sei, dann sollte man Widerspruch einlegen. Entweder schriftlich oder zur Niederschrift. Das genaue Vorgehen wird in der Rechtsbehelfsbelehrung des Ablehnungsbescheides beschrieben.

Die Ablehnung jedoch zu akzeptieren (nichts anderes macht man ja, wenn man keinen Widerspruch einlegt) um dann sich nachher über die Zeitung zu beschweren, das bringt nicht viel. Zwar gibt es dann schlechte Presse für die Krankenkasse, wahrscheinlich auch etwas Mitleid für die entsprechende Situation, bei den zuständigen Sachbearbeitern der Krankenkasse sorgt das auch nicht gerade für viel Freude – und dem Versicherten ist nicht wirklich geholfen…

Dezemberfieber

12. Dezember 2005

Ab Ende September änderte sich für viele Kolleginnen und Kollegen einiges:
Mit dem Start (oder neudeutsch: Launch) der Deutschen Rentenversicherung änderte sich zumindestens hier so einiges. Fusionsbedingt gibt es deutlich mehr Arbeit als vorher, so dass ein frühes Verlassen des Arbeitsplatzes eher selten wurde.

Doch im Dezember ist das plötzlich wieder anders: Mehr und mehr Kolleginnen und Kollegen verlassen ihre Büros wieder früher. Nicht nur zu normalen Zeiten so zwischen 15.00 und 16.00 Uhr, sondern teilweise noch früher.

Der Grund dafür?

Eine Art „Dezemberfieber“…
Nicht dass im Dezember noch viele budgetierte Anschaffungen gemacht werden müssen ist der Grund, auch nicht plötzliche Erkrankungen im letzten Monat.
Wobei das fast was damit zu tun hat:
Vor einigen Jahren fragte im Dezember ein Kollege aus einem anderen Büro, warum kaum noch jemand um 15.00 Uhr da war. Ob die Kollegen denn alle krank wären (zu dem Zeitpunkt grassierte gerade mal wieder eine Grippeinfektwelle).

Doch obwohl niemand krank war, lautete die Antwort „Dezemberfieber“. Aus dem einfachen Grund, dass mit Ende des Jahres alle Überstunden über einer bestimmten Marge verfallen. Das will man natürlich nicht wirklich, so dass man halt eher geht.

Sammlung für ein Waisenkind

5. Dezember 2005

Jedes Jahr bittet der Personalrat darum, dass man in den einzelnen Abteilungen Gelder für die Waisenkinder sammelt, damit diese wenigstens ein Weihnachtsgeschenk erhalten. Man bekommt dann vom Personalrat eine Weihnachtskarte „zugeteilt“, in der ein Mädchen oder ein Junge frohe Weihnachten wünschen und selber dann einen Weihnachtswunsch äußern. Sollte man noch mehr zur Verfügung haben, wird darum gebeten der Notschlafstelle etwas für die Kinder dort zu geben.
Meistens wünschen sich die Heimkinder so Sachen wie bestimmte Gesellschaftsspiele oder Gutscheine für örtliche Läden. Da bei rund 40-50 Kollegen eine ganze Menge Geld gesammelt wird, fällt auch immer noch was für die Notschlafstelle ab, denn wenn das eigentliche Geschenk vielleicht 30,- Euro kostet, bleibt oftmals deutlich mehr übrig.
Die Frage die sich jetzt die „Geldeinsammler“ aktuell stellten: Wie sieht es eigentlich im nächsten Jahr aus? Wenn das Weihnachtsgeld drastisch gekürzt wird, könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass deutlich weniger gespendet wird.

Eine Anregung daher an die Politik: Kürzungen haben auch solche Folgen.

Kippdatum und der pünktliche Zahlungsbeginn der Rente

5. Dezember 2005

Wie sich wahrscheinlich jeder vorstellen kann, muß man eine Rente zu einem bestimmten Datum berechnet haben, damit diese pünktlich zum Rentenbeginn ausgezahlt wird. Dies gilt natürlich auch für alle möglichen Änderungen in der Rentenhöhe die eine Neuberechnung erfordern. Ob nun neue Krankenversicherungsbeiträge, der Wegfall oder der Hinzutritt von Einkommensanrechnungen usw.usf.

Das ganze muß also vor dem sogenannten Kippdatum berechnet werden. Bei uns ist das Kippdatum der 4. eines Monats, so dass also momentan Renten aktuell mit einem Beginn Februar 2006 berechnet werden können. Sollte die Rente im Januar beginnen, startet die laufende Zahlung erst im Februar und für den Januar gibt es dann eine Nachzahlung. So diese sofort ausgezahlt wird, kommt man dadurch sogar noch schneller an sein Geld für den Januar.

Warum ich das ganze schreibe?
Ganz einfach: Anscheinend kennt dieses Prinzip die Bergbau-Berufsgenossenschaft nicht…

Ansonsten würden die nicht Ende November uns mitteilen, dass sie selber laufend ab 1. Dezember 2005 die Unfallrente erhöhen und wir das doch bitte bei unserer Rentenzahlung berücksichtigen sollen.
Hätte man uns das bis spätestens zum 2. November 2005 (man muß den Fall sich ja auch noch anschauen, teilweise komplizierte Berechnungen anstellen, das ganze muß geprüft und freigegeben werden usw.) mitgeteilt, wäre es kein Problem gewesen.
Hätte man das etwas später gemacht, dann hätte man die Dezember-Rente zurückrufen müssen, was aber auch noch ohne Probleme gegangen wäre.
Aber am 28. November 2005 uns die Mitteilung zu schicken, die auch noch einen gewissen Postweg intern wie extern hat, das zeugt nicht gerade von Verständnis…

Kein Wunder, dass derzeit viele Kolleginnen und Kollegen nicht gerade in Begeisterungsstürme ausbrechen, wenn sie das Stichwort Bergbau-BG hören.